Organische vs. nicht-organische Karotten – Welche sind besser?

Studien zeigen, dass Bio-Karotten im Vergleich zu konventionellen Karotten nitratarm sind, aber das ist nicht der einzige Grund, warum Bio-Karotten besser sind als nicht-biologische Karotten. Hier ist ein schneller Vergleich des Nährstoffgehalts von organischen und anorganischen Karotten.

Sollten Sie über die Nitrate in Karotten besorgt sein?

Mehrere Studien haben in organischen Karotten niedrigere Nitratgehalte als in konventionell angebauten Karottenkulturen festgestellt. Eine polnische Studie, die auf der Internationalen IFOAM-Wissenschaftskonferenz im Jahr 2000 vorgestellt wurde, ergab beispielsweise, dass organische Karotten 3 bis 4 Mal weniger Nitrate enthalten als ihre nichtökologischen Pendants. In dieser Studie wurden Karotten von zehn Biobetrieben und zehn konventionellen, intensiven Betrieben in Polen analysiert. Obwohl Nitrate als solche für gesunde Erwachsene nicht als schädlich angesehen werden, sind sie Vorläufer von Nitriten, die wiederum unter bestimmten Bedingungen in krebserregende Nitrosamine umgewandelt werden können, einschließlich saurer Umgebungen wie dem Magen. Vitamin C und andere Antioxidantien können jedoch die Bildung von Nitrosamin wirksam verhindern, weshalb Gemüse, das von Natur aus reich an Antioxidantien ist, keine krebserregende Wirkung zeigt, auch wenn es relativ viele Nitrate enthält. Tatsächlich zeigen zahlreiche Studien, dass Gemüse, auch wenn es Nitrate enthält, vor Krebs schützen kann.

Doch auch wenn Nitrate in Karotten und anderem Gemüse nicht etwas sind, worüber sich gesunde Erwachsene Sorgen machen sollten, gibt es einige Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Nitraten in Babynahrung. Im Jahr 2005 veröffentlichte die American Academy of Pediatrics einen Bericht, wonach hausgemachte Säuglingsnahrung aus Gemüse (z.B. Spinat, Rüben, Karotten, grüne Bohnen und Kürbis) vermieden werden sollte, bis das Baby mindestens drei Monate alt ist. Es stellte sich heraus, dass übermäßige Mengen an Nitraten das Blutbild junger Babys negativ beeinflussen können. In der Medizin als Methämoglobinämie bekannt, kann dieser Zustand dazu führen, dass Mund, Hände und Füße Ihres Babys blau werden. Babys, die an Methämoglobinämie leiden, können auch müder als gewöhnlich sein oder Schwierigkeiten beim Atmen haben. Im Extremfall kann Methämoglobinämie zu Bewusstseinsverlust oder sogar zum Tod führen.

Auch wenn die American Academy of Pediatrics Ihnen nur rät, Ihrem Baby in den ersten drei Monaten keine hausgemachte pflanzliche Säuglingsnahrung zu geben, ist es verständlich, dass Sie den Nitratgehalt in der Babynahrung so niedrig wie möglich halten wollen, auch wenn Ihr Baby älter ist. Glücklicherweise gibt es ein paar Tricks, mit denen Sie diese Nitratwerte minimieren können. Wenn Sie planen, Babynahrung aus Karotten herzustellen, können Sie das zum Beispiel:

  • – Wählen Sie Bio-Karotten, da sie nachweislich weniger Nitrate enthalten als nicht-organische Karotten.
  • – Verwenden Sie nur extra frische Möhren (lange Lagerzeiten erhöhen die Nitratbildung).

Andere Gründe, warum Bio-Karotten besser sind als nicht-biologische Karotten

Ende der 90er Jahre führte ein französisches Forscherteam eine Reihe von Studien über die Auswirkungen von organischen Düngemitteln auf den Nährstoffgehalt von Gemüse durch. Sie fanden heraus, dass biologisch angebaute Karotten einen signifikant höheren Gehalt an Beta-Carotin und Vitamin B1 haben als nicht-biologische Karotten.

Auch andere Forscher haben herausgefunden, dass organische Karotten mehr Vitamine und Mineralien enthalten als ihre konventionell gezüchteten Cousins. Virginia Worthington hat in mehreren veröffentlichten Studien den Nährwert biologisch angebauter und konventionell angebauter Nutzpflanzen verglichen und festgestellt, dass Karotten aus biologischem Anbau durchschnittlich 12% mehr Eisen, 69% mehr Magnesium und 13% mehr Phosphor enthalten als ihre nicht-organischen Pendants. Dr. Worthington ist ein bekannter amerikanischer Ernährungswissenschaftler und langjähriger Verfechter von Bio-Lebensmitteln. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung wurden 2001 im Journal of Alternative and Complementary Medicine veröffentlicht.

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